Vienna Blood Staffel 4
Ein Mord zieht Kreise
Die vierte Staffel von „Vienna Blood“ bricht mit der Tradition der Einzelfälle: Ein mysteriöser Serienmörder terrorisiert das Wien der Jahrhundertwende, und diesmal führt die Spur durch alle sechs Episoden. Der junge Psychoanalytiker Max Liebermann (Matthew Beard) und der altgediente Inspektor Oskar Rheinhardt (Juergen Maurer) stehen vor ihrer größten Herausforderung, als die Leiche eines Hofopernsängers mit rätselhaften Freud-Zitaten am Körper gefunden wird.
Wiener Gesellschaft unter der Lupe
Der Fall entwickelt sich zu einem Psychodrama durch alle Schichten der k.u.k.-Monarchie: Von geheimen Sitzungen bei Sigmund Freud bis zu zwielichtigen Spielhöllen im Prater. Neu ist Clara Weiss (Connie Nielsen) als Max‘ Tante und Pionierin der Frauenmedizin, die entscheidende Hinweise liefert. Die dynamische Kameraarbeit zeigt erstmals Verbindungen zwischen scheinbar isolierten Verbrechen – ein innovativer Schritt für die Serie.
Dunkle Geheimnisse der Familie
Die Ermittlungen führen unerwartet zu Max‘ eigener Familie: Sein Vater (Oliver Stokowski) scheint in illegale medizinische Experimente verwickelt zu sein, während Rheinhardts Tochter plötzlich mit okkulten Kreisen verkehrt. Die Spannung erreicht ihren Höhepunkt, als ein zweiter Mord den Aufstieg Hitlers im benachbarten München thematisiert – eine beklemmende Vorahnung kommender Geschichte.
Finale unter den Kronleuchtern
Die letzten beiden Episoden gipfeln in einem atemberaubenden Showdown während eines Maskenballs im Schloss Belvedere. Mit opulenten 360°-Kamerafahrten durch die prunkvollen Säle enthüllt die Serie nicht nur den Mörder, sondern auch die zerrüttete Seele einer ganzen Epoche. Diese Staffel beweist: Manchmal braucht es einen ganzen historischen Kosmos, um ein einziges Verbrechen zu erklären.